Plasmakugel

(c) JGu, Foto: Uwe Feuerbach

Nikola Tesla erfand die Plasmakugel im Jahr 1904. Er nannte sie eine Edelgasentladungsröhre.

Die Plasmakugel ist ein Gasentladungskolben, der mit einer Mischung aus verschiedenen Edelgasen gefüllt ist. Der Innenraum der Kugel steht aber trotzdem unter starkem Unterdruck. Die genaue Gasmischung bleibt das Geheimnis des Herstellers, aber das Hauptgas ist Neon (±80% für helles Leuchten), kleine Mengen von Xenon (±10 für die blaue Farbe) und Argon (für eine künstlerische Note) sind beigemischt.

Wenn man eine hohe Hochfrequenzspannung auf die zentrale Elektrode in der Mitte anlegt, schlagen Entladungen bis zur Glasinnenfläche aus. Das Gas wird entlang des Entladungswegs ionisiert und ermöglicht dadurch den Fluss von Elektronen.

Bei angelegter Spannung entstehen Streifen, teilweise auch Blitze, aus „Licht“, die von der Zentralkugel zur Glaswand führen. Es entsteht somit eine Erscheinung von mehreren konstanten Streifen verschiedenfarbigen Lichtes. Die Streifen folgen eigentlich den Feldlinien zum Gegenpol des Dipols, steigen aber wegen Konvektion auf.1

Massive leitende Gegenstände in der Nähe der Kugel beeinflussen minimal das lokale elektromagnetische Feld (eine elektrische Spannung wird in dem Gegenstand induziert) und haben so Auswirkungen auf die Entladungen. Wenn man eine Hand auf die Glasfläche legt, wird das elektrische Feld geändert und die Entladungen werden auf den Kontaktpunkt konzentriert. Dass ein elektrisches Feld induziert wird, kann man am besten mit einem herkömmlichen Leuchtstoffrohr demonstrieren. Halten Sie das Rohr in die Nähe und es fängt an zu leuchten!

1) Wikipedia: Plasmalampe http://de.wikipedia.org/wiki/Plasmakugel
Text: Concepts Plus CJ Boyle, Zum Apothekerhof 8, D-60594 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0)69 9636 0827, Fax: +49 (0)69 9636 0826

Exponat des NaT-Lab für Schülerinnen und Schüler der JGU