Albert Kahn

Autochrome Fotografien, 1913

Abzüge erster autochromer Fotografien aus dem beginnenden 20. Jahrhundert stammen aus der Sammlung von Albert Kahn. Der Philanthrop initiierte zwischen 1904 und 1914 eine globales Fotografieprojekt indem es um die Darstellung der Menschen in ihren unterschiedlichen Kulturkreisen ging. Kahn finanzierte dieses Projekt aus eigener Tasche und reiste mit den Fotografen jeweils vor Ort mit. In der SPEKTRALE sind fünf Aufnahmen aus Indien zu sehen.

Autochrome Fotografie war eine erste Technik, um Farbabzüge herstellen zu können. Sie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von den Brüdern Lumiere entwickelt. Autochromaufnahmen arbeiten nach dem Kontrastverfahren mit rot, blau und grün eingefärbten Stärkekörnchen aus Kartoffeln und einer Bromsilber-Gelantine-Emulsion auf einer Glasplatte. Wie bei pointilistischen Bildern oder dem Farbfernsehen ergib die Kombination der Farbkörnchen auf Grund der additiven Farbmischung (siehe Koje 6) bei ausreichendem Belichtungsabstand eine scheinbar homogene Farbfläche.

Albert Kahn, *1860, †1940